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LSG Bayern, Urteil vom 14.01.2015 - 12 KA 66/14
Rechtmäßigkeit der Einbeziehung von Arztgruppen mit weniger als 1000 Ärzten - hier der Strahlenmediziner - in die Bedarfsplanung der vertragsärztlichen Versorgung
1. Die Konstellationen aus Anlass einer Rechtsänderung, die die Grundlagen der Bedarfsplanung beeinflusst, werden von der pauschalen Regelung des § 19 Abs. 1 S. 2 Ärzte-ZV jedoch nicht erfasst, diese besonderen Fallgestaltungen müssen vielmehr vom jeweiligen Normgeber im Kontext mit diesen Änderungen einer spezifischen und dem Zweck der Bedarfsplanung entsprechenden Lösung zugeführt werden.
2. Der GBA hat insoweit im Rahmen der abgestuften Normsetzungsdelegation nach § 104 Abs. 2 SGB V die Kompetenz, ein Moratorium zu verhängen.
Normenkette:
GKV-VStG
,
SGB V § 101 Abs. 1 S. 1 Nr. 1
,
SGB V § 101 Abs. 2 Nr. 2
,
SGB V § 104 Abs. 2
,
SGB V § 92 Abs. 1 S. 2 Nr. 9
,
SGB V § 95 Abs. 9 S. 1
,
SGB V § 98 Abs. 2
,
Ärzte-ZV § 19 Abs. 1 S. 2
,
Ärzte-ZV § 32b
Vorinstanzen: SG Nürnberg 20.03.2014 S 1 KA 50/13
Tenor
I.
Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Sozialgerichts Nürnberg vom 20.03.2014 wird zurückgewiesen.
II.
Der Kläger trägt auch die Kosten des Berufungsverfahrens. Die Kosten der Beigeladenen sind nicht zu erstatten.
III.
Die Revision wird zugelassen.

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